Schweizerische Lohnstrukturerhebung
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Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung, kurz SLSE oder LSE, ist eine im Zweijahresrhythmus stattfindende Erhebung des Bundesamtes fur Statistik mit dem Ziel, Informationen uber die Struktur und die Hohe der Lohne in der Schweiz zu sammeln, aufzubereiten und die Offentlichkeit daruber zu informieren. Die LSE ist eines der wichtigsten Instrumente fur die Wirtschaftspolitik, die Sozialpartner und die breite Offentlichkeit.
Die LSE wird seit 1994 regelmassig alle zwei Jahre erhoben und erlaubt so eine prazise Beschreibung der Lohnstruktur und ihrer Entwicklung. Die Daten sind alle Wirtschaftszweigej, ausser der Landwirtschaft, reprasentativ. Erfasst werden Individuallohne und nicht die von den Sozialpartnern in den GAVs vereinbarten Tariflohne. Im Gegensatz zu fruheren Erhebungen werden auch die Lohne von Teilzeitbeschaftigten erhoben.
Die LSE basiert auf der NOGA (Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige), die standardisierte internationale Vergleiche zulasst.
Seit dem Jahr 2000 erlauben die von der LSE erhobenen Daten auch kantonale Auswertungen, seit 2002 auch eine detaillierte Auswertung von uberkantonalen regionalen Daten.
| Table of contents |
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1 Daten
1.1 Standardisierter monatlicher Bruttolohn 2 Erhebungsmethode
2.1 Was wird erhoben 3 Weblinks
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Daten
Die Datenerfassung ist umfassend, d.h. die Lohndaten aller Unternehmen aller Wirtschaftszweige werden erfasst. Erfasst werden samtliche Lohne, auch der Kader und der Teilzeitangestellten.
Standardisierter monatlicher Bruttolohn
Die Lohne von Teilzeitbeschaftigten werden auf standadardisierte Monatslohne, d.h. eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden hochgerechnet. Eingerechnete Lohnkomponenten sind der Nettolohn, Arbeitnehmerbeitrage an die Sozialversicherungen, Naturalabgeltungen, regelmassige Pramien und Provisionen, Schicht-, Nacht- und Sonntagsarbeitsentschadigungen, 1/12 des 13. Monatslohnes und/oder Gratifikationen. Familien- und Kinderzulagen sind nicht enthalten.
Nicht-standardisierter monatlicher Nettolohn
Es sind dieselben Komponenten enthalten wie oben, jedoch ohne die Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile an den Sozialversicherungen und ohne Hochrechnung der Teilzeitlohne auf Vollzeit.
Erhebungsmethode
Was wird erhoben
Erfasst werden die Lohne der unselbstandig Beschaftigten aus - nach Branche und Grosse - reprasentativ ausgewahlten Unternhemen, ohne Landwirtschaftsbetriebe. Auch die Lohne der Kantonsverwaltungen und der Bundesverwaltung werden erhoben. Nicht berucksichtigt werden Lohne von Lehrlingen, PratikantInnen, HeimarbeiterInnen und Temporarangestellten, auf Provisionsbasis Beschaftigten und extpatriierten Mitarbeitenden.
Stichprobenerfassung
Die Lohne des offentlichen Sektors werden exhaustiv erhoben. Die Lohne des privaten Sektors werden anhand einer doppelt geschichteten Zufallsstichprobe erfasst.
In einem ersten Schritt werden die erfassten Unternehmen nach drei Kiterien zufallig ausgewahlt: Anzahl der Beschaftigten, Branchenzugehorigkeit nach NOGA und Region (Grossregion bzw. Kanton). Mit den Kategorien in den drei Kriterien werden insgesamt 900 Schichten definiert (Branche x Grosse x Region), fur die jeweils eine reprasentative Anzahl Unternehmen aus dem BUR (Betriebs- und Unternehmensregister) zufallig gezogen werden.
In einem zweiten Schritt wird eine reprasentative Anzahl von Beschaftigten jedes ausgewahlten Betriebes in die Stichprobe aufgenommen. Fur kleine Unternehmen (3-19 Beschaftigte) werden alle Lohne, fur mittlere Unternehmen (20-49 Beschaftigte) die Halfte und fur Grossbetriebe (>50 Beschaftigte) ein Drittel der Arbeitnehmer erfasst.
Vorteil dieses Settings ist eine Entlastung der Betriebe, welche die Daten liefern und geringere Kosten fur die Erhebung. Auf der anderen Seite wird jedoch die Auswertung der Daten erschwert, da sie nach einem komplexen Schema gewichtet werden mussen.
Auswertung mit Vertrauensintervall
Wie bei jeder Stichprobenuntersuchung, besteht eine gewisse Unsicherheit bezuglich des Medians der Gesamtpopulation. Determinanten fur die Unsicherheit sind die Grosse der Stichprobe, die Stichprobenrate, die Antwortausfalle sowie die Variabilitat der Lohne. Diese Unsicherheit kann jedoch mithilfe eines so genannten Konfidenzintervalls quantifiziert werden. Je ungenauer die Resultate, desto enger wird das Vertrauensintervall. Bei der LSE betragt das Konfidenzniveau 95%, d.h. wenn die Erhebung unendlich oft unter denselben Bedingungen durchgefuhrt wurde, enthielten 95% der berechneten Intervalle den wahren Wert der Gesamtpopulation. Anders ausgedruckt: die Fehlerrate betragt */- 5%. Eventuelle Asymmetrien der Medianlohne in der Auswertung entstehen durch divergierende Streuungen oberhalb und unterhalb des Medians.
Weblinks
- http://www.statistik.admin.ch/stat_ch/ber03/lohn/lse/dlsetfr03_inhalt.htm
Kategorie:Statistische Erhebung Kategorie:Arbeitsmarkt Kategorie:Schweiz
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